Mundatmung ist schlecht für Zähne und kann zu ernsten Gesundheitsproblemen führen.

Sauerstoff ist elementar für gesunde Zähne und einen gesunden Körper.
Die Nasenatmung ist der einzige Weg, uns mit einem Maximum an Sauerstoff zu versorgen.
Bei der Nasenatmung wird die Luft auf dem Weg zur Lunge vorbereitet. Sie wird angewärmt,  gefiltert und angefeuchtet. Es werden Schadstoffe wie Bakterien, Pollen und Viren mit Schleim gebunden und mit dem Luftstrom aus dem Körper wieder hinaus befördert.
In den Nasennebenhöhlen wird ein wichtiges Gas - das Stickstoffmonoxid- gebildet. Es hilft dabei, den Sauerstoff gleichmäßig im Körper zu verteilen.

 

Leider atmen viele Menschen durch den Mund.

 

Warum ist Mundatmung so schädlich?
Bei der Mundatmung wird kein Stickstoffmonoxid freigesetzt und auch alle weiteren Vorteile der Nasenatmung entfallen. Ungefilterte, kältere Luft trifft auf die Mandeln, die erste Station unseres Immunsystems. Diese schwellen durch die übermäßige Abwehrarbeit an und engen den Nasen- Rachenraum weiter ein. Ein Teufelskreis beginnt, denn die Nasenatmung fällt zunehmend schwerer. Ein menschlicher Überlebensmechanismus lässt uns nun vermehrt durch den Mund atmen, denn der Körper benötigt Sauerstoff. Durch den Mund ist das Atmen schneller und flacher. Der Körper befindet sich dauerhaft in einem Stresszustand.
Wird durch den Mund geatmet, liegt die Zunge automatisch unten.
Dies kann funktionelle Probleme mit sich ziehen, wie z.B. ein falsches Schlucken. Ein hoher Gaumen, lange, schmale Gesichter und verlagerte Zähne sind oft das Resultat.
Ungenügendes Kieferwachstum erhöht zudem das Risiko von Schnarchen und Schlafapnoe.
Bei Erwachsenen kann Mundatmung und Schnarchen zu obstruktiver Schlafapnoe (OSAS) führen. Diese steht im Verdacht zu Herzversagen, Bluthochdruck und Alzheimer beizutragen.

Bei Kindern können Atemunterbrechungen während des Schlafs ernste Auswirkungen auf das Gehirnwachstum haben. Ein erhöhtes Risiko für Hyperaktivität, ADHS, Müdigkeit und schlechterer Konzentrationsfähigkeit geht mit der durch die Atemaussetzer verminderten Sauerstoffzufuhr einher.

 

Mit Training zur gesunden Nasenatmung

Der einfachste Weg eine gesunde Entwicklung von Gehirn, Kiefer und Zähnen zu unterstützen ist auf die korrekte Atmung Ihres Kindes zu achten. Es könnte sein, dass nichts anderes notwendig ist, um später feste Zahnspangen und umfangreiche Kieferorthopädie zu vermeiden.

Entscheidend für die Nasenatmung ist die Zunge.
Wie das?!
Liegt die Zunge nicht am richtigen Platz, nämlich mit der gesamten Fläche oben im Gaumen, kann dieser nicht in seiner vollen Breite ausgebildet werden. Ein schmaler Oberkiefer, schiefe Zähne und erschwerte Nasenatmung sind die Folge. Denn: Das Dach des Mundes, also der Gaumen, ist der Boden der Nase. Enger Gaumen -> enge Nasennebenhöhlen -> schlechte Nasenatmung
->noch engerer Gaumen, schiefe Zähne.
Liegt die Zunge durch gutes Training allerdings im Gaumen, ist das Schlucken korrekt und die Atmung erfolgt durch die Nase, wird eine gesunde Entwicklung gefördert.
Gerade Zähne sind dabei eigentlich nur ein ein schöner Nebeneffekt.

Woran ist Mundatmung häufig zu erkennen?

- schmales Gesicht und schmaler Mund
- Hoher, spitzer Gaumen
- Schiefe Zähne
- „Gummy smile“ (beim Lächeln ist viel Zahnfleisch sichtbar)
- Verstopfte Nase
- Vergrösserte Mandeln und Polypen
- Mundtrockenheit nach dem Aufwachen
- Schnarchen
- Atemaussetzer (Schlafapnoe)

- Allergien